Schafe treiben am Tübinger Schnarrenberg

Dass die Tübinger Mädels vielfältig sind, haben sie schon bei vielen Gelegenheiten unter Beweis gestellt. Egal, ob auf dem Feld oder bei Spendenläufen, beim Altpapier sammeln oder auf dem Stocherkahn, nichts scheint unmöglich. Doch gestern bewegten sie sich mal auf ganz fremden Terrain und stellten sich – mehr oder weniger erfolgreich – einer Schafherde mit 350 Tieren. Die galt es, von einer eingezäunten Weide über Stock und Stein zur nächsten, saftigeren und grüneren Wiese zu treiben. Nachdem der Zaun gesteckt war und die Schäfchen vom vielen Kuscheln die Nase voll hatten, ging es ans Werk. Doch so eine Schafherde hat, wie man gleich zu Beginn feststellen musste, eine enorme Eigendynamik. Von gemäßigtem Gehen in vorgegebenen Routen halten die Tiere, die Andreas Quint mit seiner Familie übers Jahr um Tübingen herum grasen lässt, nämlich überhaupt nichts. Um die Merinoschafe aus 'Nachbars Garten' wieder in die richtige Bahn zu lenken, benötigte es dann doch die Hilfe der Hündinnen Kira und Luna. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten kam die Mannschaft mitsamt der Herde schweißgebadet, aber gut gelaunt am Ziel an.
Ein besonderer Dank gilt Andreas Quint, der uns das Experiment mit seiner Herde wagen ließ und uns mit Rat und Tat zur Seite stand.