TüMo auf Platz zwei

Für die F1 des Tübinger Modells beginnt das Jahr 2017 erfolgsversprechend. Mit einem 3:1-Arbeitssieg (26:24, 29:27, 16:25 und 25:15) gegen den Princess Club aus Ettlingen Rüppurr konnte man sich wichtige drei Punkte sichern.
Zwar suggerierte die Tabellenplatzierung der beiden Teams eine Überlegenheit der Tübingerinnen, die den Jahreswechsel auf Platz drei verbrachten, doch die Prinzessinnen machten es den Tübingerinnen schwerer als erwartet. Nach der langen Anfahrt schienen die Gäste nicht wirklich ins Spiel zu finden, sonst aus dem FF gelöste Spielsituationen bereiteten unerwartete Probleme. So waren es besonders die Eigenfehler der Unistädtler, die den Gegner im Spiel hielten und ihm einigen Punkte Vorsprung verschafften. Durch gezielte Aufschläge und clevere Angriffe gelang es den Tübingerinnen jedoch, den Anschluss zu finden. So stieg zum Ende des Satzes die Spannung nochmal an, bevor man an Ettlingen vorbeiziehen konnte und den Satz knapp mit 26:24 für sich entschied.
Der zweite Satz gestaltete sich ähnlich, nur, dass beide Mannschaften besonders im Bereich der Feldabwehr zulegten und die Ballwechsel nun länger wurden. Keiner Mannschaft gelang es, einen sicheren Punktevorsprung zu erspielen, so dass sich auch hier das Satzende für beide Mannschaften, Trainer und Publikum aufregend gestaltete. Wieder waren es die Gäste, die das glücklichere und etwas schnellere Händchen behielten und sich den Satz mit 29:27 sicherten.
Im dritten Durchgang schienen die TüMo-Mädels mit dem Kopf schon auf der Heimfahrt zu sein. Die bis dahin recht stabile Annahme hatte nun erhebliche Probleme, Bälle nach vorne zu schieben, die direkten Fehler häuften sich. In den Spielsituationen, in denen ein reibungsloser Spielaufbau gelang, verfehlten die Angreifer das Feld oder testeten den nun gut aufgestellten gegnerischen Block. So geriet man schnell in Rückstand, den man nicht mehr aufholen konnte: mit 16:25 mussten die Tübingerinnen den dritten Satz an den Gastgeber aus Ettlingen abtreten.
Erst im vierten Satz schienen die Tübingerinnen aufzuwachen und konnten über weite Strecken nun endlich den Volleyball spielen, den man von ihnen gewohnt ist. So arbeitete man besonders an seiner Eigenfehlerquote und ließ nun auch den Gegner mal ins Netz schlagen. Den Rest fing die nun sehr aufmerksame Feldabwehr ab und ermöglichte dadurch einen soliden Spielaufbau. Die Angreifer dankten es nun durch starke Angriffe, besonders über die Diagonale. So gingen die Tübingerinnen schnell in Führung und gaben den Satz nicht mehr aus der Hand: mit 25:15 brachte man den vierten Satz und damit einen 3:1-Sieg in trockene Tücher.

Für Tübingen spielten: Lena Kuhn, Birgit Dreher, Katharina Wex, Annika Wutzler, Sigrid Otto, Marlene Finkbeiner, Helena Tilmann, Leonie Knauf, Maren Peters