TüMo feiert sich zu sensationellem Sieg

Nachdem das erste Spiel des Jahres eher zum Vergessen war, sollte es beim Tabellennachbarn und direkten Konkurrenten aus Umkrich ein Spiel für die Geschichtsbücher werden.

Die Vorzeichen standen schlecht: Das TüMo mussten mit dezimiertem Kader und kranken Spielerinnen anreisen und dadurch mit neuer Aufstellung klarkommen. Diese Unsicherheiten zeigten sich vor allem beim Aufwärmen und so konnte kaum jemand in der Halle glauben, dass heute ein Sieg für die Tübingerinnen möglich war.

Doch es kam alles anders. Beinahe beflügelt von der Ansprache der Trainer starteten die Tübingerinnen in das Spiel und zwangen Umkirch bei einem Stand von 4:0 zur ersten Auszeit. Wie ausgewechselt gelang dem TüMo plötzlich alles. Annahme und Selbstbewusstsein standen und die unmöglichsten Bälle wurden irgendwie übers Netz gespielt. In den richtigen Momenten packte die Blockreihe ihre langen Arme aus und zwang den Ball damit auf den Boden des Gegners. Angeführt von Libera Jule Vetter wurde jeder Punkt gefeiert und das TüMo übertönte sogar beinahe die Trommel des Gegners. Der erste Satz ging somit mit einer Mischung aus Glück, Können und Feierlaune mit 25:22 an die Gäste aus Tübingen.

Im zweiten und dritten Satz waren die Tübingerinnen wie ausgewechselt. Ideenlos im Zuspiel, hatten auch die Angreifer schweres Spiel und blieben immer wieder am Block des Gegners hängen. Auch der Aufschlag lies in diesen Sätzen stetig nach. Lediglich Diagnonalangreiferin Sigrid – Siggi – Otto gelang eine Aufschlagserie, die das TüMo nochmal auf Kurs brachte. Dennoch gingen Satz 2 (12:25) und 3 (22:25) nach Umkirch.

Satz 4 begann dank Banane – Haribo – Schokorigel - Mandarine wieder mit Vollgas und Gebrüll! Die Tübinger erinnerten sich an ihr Vorhaben, gaben keinen Ball verloren, feierten jeden Punkt und holten sich somit den Satz mit 25:22 und einen sicheren Punkt.

Für den 5. Satz wurde die Glücksseite gewählt und dem TüMo stand somit nichts mehr im Weg: Die Annahme stand und Mittelangreiferin Lara Berger sammelte Punkt um Punkt, als sei sie gerade erst aufs Feld gekommen. Wie im Rausch spielten sich die Tübingerinnen bis zum 14:7 und der Spielstand erlaubte nochmals einen absurden Aufschlag in die Pampa der Halle. Den Sieg ließ sich das TüMo jedoch nicht mehr nehmen und machte mit einem letzten harten Angriff den Sack zum 15:10 zu.

Es spielten: Birgit Dreher, Sigrid Otto, Jule Vetter, Marlene Finkbeiner, Katharina Wex, Leonie Knauf, Lara Berger, Annika Wutzler