Drei Punkte in Heidelberg

Und sie können es doch noch! Nach zuletzt zwei Niederlagen konnte das Tübinger Modell endlich wieder einen Sieg verbuchen. Mit 3:1 (23:25, 26:24, 25:19 und 25:16) siegten die Tübingerinnen im Auswärtsspiel gegen die TSG Heidelberg-Rohrbach.
Schon im ersten Satz wurde deutlich, dass sich in dieser Begegnung zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüberstanden. Beide Teams starteten von Beginn an mit gezielten und harten Aufschlägen und konnten schon dadurch wichtige Punkte verbuchen. Die Tübingerinnen, die sich im Angriff stets einem großen Doppelblock gegenübersahen, fanden schnell taktische Lösungen wie kurze Lobs hinter den Block oder gezielte Schläge auf die Seitenlinien des gegnerischen Feldes um Punkte zu erspielen. Heidelberg hingegen setzte auf Schlaghärte und hatte damit die Nase vorne: mit 23:25 mussten die Tübingerinnen den ersten Satz an die Gastgeber abgeben.
Nach dem knapp verlorenen ersten Durchgang legten die Tübingerinnen in Satz zwei zunächst los wie die Feuerwehr. Mit starken Aufschlägen setzten sie die gegnerische Annahme konstant unter Druck und hatten sich schnell mit einer soliden 13:2-Führung abgesetzt. Doch die Gastgeber, die noch letzte Saison in der Dritten Liga gespielt hatten, ließen sich nicht so leicht abschütteln und stellten die Tübingerinnen besonders mit ihren starken Angriffen über die Diagonale vor Probleme. Gegen Ende des Satzes wackelte die Tübinger Annahme erneut, Heidelberg kam nochmal gefährlich nahe, bevor Tübingen mit einem Longline-Angriff von Katharina Wex den Satz mit 26:24 für sich entschied und zum 1:1 ausglich.
Auch im dritten und vierten Durchgang gestaltete sich das Spiel weiter ausgeglichen. Mit weiterhin starken Aufschlägen sowohl auf Seiten der Gastgeber als auch der Tübingerinnen waren für den optimalen Spielaufbau besonders die Annahmespieler gefragt. Dank einer guten Blockleistung auf beiden Seiten wurden viele Angriffe bereits am Netz vereitelt. Durch eine sehr gute Angriffssicherung schafften es beide Teams jedoch immer wieder, den Ball im Spiel zu halten, was die Ballwechsel immer länger werden ließ. Im Laufe des Spiels verstanden sich die Tübingerinnen immer besser darauf, die Hände des großen Heidelberger Blocks zu nutzen und nach außen anzuschlagen, während die in Größe überlegenen Gastgeber mit harten Angriffen die TüMo-Abwehr testeten. Doch die so wichtigen 3 Punkte, die die Rückkehr ins obere Tabellendrittel sichern sollten, wollten sich die Tübingerinnen nicht nehmen lassen und mobilisierten besonders zum Schluss des kräftezehrenden Spieles nochmal alle Reserven: mit 25:19 und 25:16 sicherten sie sich Durchgang drei und vier und damit den wichtigen 3:1-Sieg.
Für Tübingen spielten: Lena Kuhn, Elisabeth Schilke, Katharina Wex, Sigrid Otto, Annika Wutzler, Emma Lischke, Marlene Finkbeiner, Jule Vetter, Helena Tilmann, Klara Single, Maren Peters