Am vergangenen Samstag stand für die Volleyballdamen des Tübinger Modell das erste Heimspiel der neuen Saison an. Gleichzeitig war dies auch die erste Partie Zuhause in der Uhlandhalle seit dem 24. Oktober 2020, dem letzten Spiel vor der Corona-bedingten Absage des Spielbetriebs (zur Erinnerung: ein grandioser 3:0 Derby-Sieg gegen den TV Rottenburg). 
Diesmal kamen die Gegnerinnen aus Mannheim und bei beiden Mannschaften war zu Beginn des Spiels einige Nervosität angesichts der noch jungen Saison zu spüren. TüMo-Coach Manuel Hubert hatte seine Mannschaft aufgefordert, vor allem über den Aufschlag Druck auf die Gegnerinnen auszuüben, was den Tübingerinnen im ersten Satz eine schnelle Führung von einigen Punkten bescherte. Darüberhinaus bildete die solide Annahme rund um Libera Jule Vetter eine gute Basis für variable Angriffe. Der erste Satz ging demnach mit 25:16 deutlich nach Tübingen.
Im zweiten Durchgang erwischten die Mannheimerinnen den besseren Start, welche ihrerseits druckvolle Aufschläge beherrschten und so die Tübinger Annahme wackeln ließen. Außerdem kämpften die Gäste in der Abwehr um jeden Ball, sodass es den TüMo-Mädels kaum gelang ihre Angriffe zu verwerten. Die daraus entstandene Mannheimer Führung konnte die Heimmannschaft zwar gegen Ende des Satzes noch teilweise aufholen, schlussendlich behielt die VSG aber die Nerven und gewann den Satz mit 25:23.
Dieser Satzverlust diente den Tübingerinnen als Weckruf, sodass sie in den darauffolgenden beiden Sätzen deutlich konzentrierter und konsequenter spielten. Mit einer geschlossenen Teamleistung und einer Steigerung in allen Elementen gewannen sie den dritten Satz 25:20 und den vierten Durchgang 25:18.
„Es war so schön nach der langen Corona-Pause wieder vor unserem Heimpublikum zu spielen und dann auch noch zu gewinnen. Vielen Dank an alle Zuschauer die uns angefeuert haben!“, sagte Außenangreiferin Emma Lischke nach dem Sieg.
Der seit dieser Saison vergebene Titel der wertvollsten Spielerin, welche vom gegnerischen Trainer ernannt wird, ging an Kapitänin Marie Koloseus, welche während des gesamten Spiels eine sehr solide Leistung brachte und ihr Team immer wieder antrieb und lautstark anfeuerte.