Mit  3:1 (18:25, 25:7, 25:15, 25:21) hat das Tübinger Modell das erste Spiel der Saison für sich entscheiden können.

Direkt zu Beginn startete Tübingen dank einer starken Aufschlagserie von Neu-Kapitänin Marie Koloseus gut ins Spiel. Dann fand jedoch auch Karlsruhe immer besser seinen Rhythmus und den Tübingerinnen war die Nervosität im ersten Spiel nach der langen Corona-Zwangspause deutlich anzumerken. Kleine Wackler in der Annahme und Abstimmungsfehler zogen sich auf Tübinger Seite durch den ganzen Satz, sodass Karlsruhe dann gegen Mitte des Satzes in Führung gehen konnte und diese auch bis zum Satzende verteidigen konnte. Jedoch wollte Tübingen im zweiten Satz umso stärker zurückkommen, und dies gelang: Dank druckvollen Aufschlagserien von Neuzugang Laura Hillebrand sowie Zuspielerin Stephanie Petzold konnte man sich schnell von den Gastgeberinnen absetzen. Doch auch die von Karlsruhe genommenen Auszeiten konnten nichts am konzentrierten Abwehrspiel und den druckvollen Angriffen der Tübingerinnen ändern, denen die Karlsruherinnen immer weniger entgegenzusetzten wussten, sodass der zweite Satz dann sehr deutlich auf dem Tübinger Konto verbucht werden konnte.
Der dritte Satz begann, wie der zweite geendet hatte: Mit Druck im Aufschlag dank einer Serie von Sigrid Otto konnte sich das TüMo früh behaupten. Jedoch kämpfte sich Karlsruhe immer wieder zurück ins Spiel und versuchte, den deutlichen Vorsprung der Tübingerinnen zu verkleinern. Doch wieder einmal konnte sich Tübingen dank starker Aufschläge von Rebekka Hieber gegen die Karlsruher Angriffe wehren und dank konzentrierter Abwehrarbeit den Satz für sich entscheiden.
Hochmotiviert, den Sack nun zuzumachen, startete das TüMo in den vierten Satz. Dieses Mal gelang es jedoch nicht, sich dank der wackeligen Karlsruher Annahme früh abzusetzen. Das Spiel gestaltete sich von Ballwechsel zu Ballwechsel immer ausgeglichener, bis Trainer Manuel Hubert beim Stand von 19:18 für Tübingen eine Auszeit nahm. Nochmal neu motiviert und von Cotrainer Sascha Franz taktisch gut eingestellt, konnte Tübingen wieder clevere Punkte im Angriff machen und dank Aushilfslibero Martina Severin auch knappe Situationen für sich entscheiden. So war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Tübingen den lange ersehnten Matchball hatte, den Marie Koloseus dank eines harten Angriffs auch direkt verwandeln konnte. So gehen die ersten drei Punkte der neuen Saison direkt nach Tübingen. Außerdem wurde in dieser Saison noch die Wahl eines MVP, also eines Most Valuable Players, der beiden Mannschaften eingeführt. Den ersten MVP-Titel für Tübingen konnte sich Rebekka Hieber dank grandioser Angriffsleistung sichern. „Wir waren anfangs sehr nervös, verständlich nach fast einem Jahr Spielpause. Aber wir haben uns gut ins Spiel gekämpft und konnten konzentriert unsere Stärken ausspielen“, resümierte der neu-gekürte MVP.
Nun gilt es für Tübingen, sich auf das nächste Spiel vorzubereiten: Am 09.10. um 19.30 Uhr ist Mannheim in der Tübinger Uhlandhalle zu Gast, für Zuschauer gilt die 3G-Regel.

Für Tübingen spielten: Koloseus, Kube, Sorgius, Sonnen, Petzold, Leverenz, Otto, Wörner, Hillebrand, Hempke, Hieber, Mesick, Severin.