Mit 0:3 (17:25, 24:26, 13:25) hat das Tübinger Modell am Samstag in Konstanz verloren. Die
vorangegangene Woche konnte man aufgrund krankheits- und berufsbedingter Ausfälle nur
in Minimalbesetzung trainieren; das spiegelte sich im Spiel wieder.
Die Tübingerinnen starteten anfangs etwas nervös ins Spiel und brauchten bis zur Hälfte des
Satzes, um richtig im Spiel anzukommen; die Konsequenz sowohl im Aufschlag als auch im
Angriff hatte noch viel Luft nach oben. Die leichte Verletzung von Zuspielerin Stephanie
Petzold, die daraufhin ausgewechselt werden musste, brachte zusätzlich Unruhe aufs
Spielfeld. Doch mit Jule Leverenz hatte man eine gute Alternative zur Hand und es wurde
alles getan, um die Konstanzerinnen nicht wegziehen zu lassen. Doch die fehlende
Abstimmung der letzten Trainingswoche machte sich bemerkbar, und so konnte Konstanz
den ersten Satz relativ deutlich für sich entscheiden.
Im zweiten Satz startete Zuspielerin Petzold wieder und die gewohnt starke Achse mit Sigrid
Otto auf der Diagonalposition war ein Punktegarant. Man hatte aus dem ersten Satz gelernt,
und alle Angreifer spielten immer variabler und zeigten so ein ums andere Mal der
Konstanzer Abwehr ihre Grenzen auf. Die Hauptangreiferinnen von Konstanz wurden vom
Tübinger Block und einer stark abwehrenden Lara Lesch auf der Libero-Position deutlich
besser im Griff behalten als noch im Satz davor. Doch gegen Ende des Satzes zeigte sich
die Erfahrung der Konstanzer Angreifer als zu stark und der Satz ging knapp mit 24:26
verloren.
Jetzt waren die Tübingerinnen gut im Spiel angekommen und höchst motiviert, das Spiel zu
drehen, doch enorm starke Aufschläge von Konstanz und eine schwache
Chancenverwertung machten dem einen klaren Strich durch die Rechnung. Schnell zog
Konstanz weg und Tübingen hatte alle Mühe, sich im Spiel zu halten. Nichts wollte dem
TüMo mehr gelingen, und gelang es ab und an, sich Punkte und den Aufschlag zu sichern,
war dieser nicht aggressiv genug, um Konstanz in Bedrängnis zu bringen. So sicherte sich
Konstanz mit einem deutlichen dritten Satz den nächsten Sieg und kann so seine
Spitzenreiterposition der Liga verteidigen.
„Uns hat vor allem im ersten und zweiten Satz die Konsequenz gefehlt. Es gab viele lange
Ballwechsel, die hart umkämpft waren, in denen aber leider Konstanz die Oberhand behalten
und in den wichtigen Momenten gepunktet hat. Wir müssen daran arbeiten, uns von solchen
Situation nicht aus dem Konzept bringen zu lassen und weiterhin unser Spiel machen. Heute
haben wir in allen Bereichen deutlich unter unserem Niveau gespielt und es ist schade, dass
es dann gerade in den umkämpften Situationen am Ende des zweiten Satzes nicht zu einem
glücklichen Ausgang für uns gereicht hat, das wäre dann vermutlich der Wendepunkt des
Spiels gewesen“, fasste Tübingens Trainer Gordon Eske das Spiel zusammen.
Jetzt heißt es für das TüMo die nächste spielfreie Woche zu nutzen, um sich mit neuem Elan
auf das nächste Heimspiel am Sa, 26.10. um 19.30 Uhr gegen Schwäbisch Gmünd
vorzubereiten.
Für Tübingen spielten: Otto, Petzold, Leverenz, Koloseus, Lischke, Welsch, Verhas, Vetter,
Lesch, Frese, Hieber