Nach Corona-bedingten Spielabsagen stand für die Damen des Tübinger Modell am Sonntag endlich das nächste Spiel in Mannheim auf dem Programm. Mit dezimiertem Kader sah sich das Tübinger Modell mit einigen personellen Herausforderungen konfrontiert, so wechselte Anna Röhnelt auf die Diagonalposition und Rebekka Hieber auf die Außenposition. Mit Unterstützung von Aushilfs-Libera Marlene Finkbeiner startete man kämpferisch in den ersten Satz und konnte sich dank cleverer Angriffe und starken Nerven bei langen Ballwechseln souverän den Satz sichern.  
Im zweiten Satz begannen sich jedoch kleinere Fehler zu summieren. Mal konnte der Block nicht sicher zupacken, mal wackelte die Annahme oder die zuvor noch erfolgreichen Angriffe zeigten wenig Wirkung. So ging der Satz deutlich auf Mannheims Konto.
Bestrebt, im nächsten Satz wieder aufzuspielen, startete das TüMo hochmotiviert in Satz 3, wurde jedoch schon bald von den druckvollen Aufschlägen der Gegnerinnen unter Druck gesetzt. Auch im Angriff zeigte sich das TüMo nicht so wirkungsvoll wie im ersten Satz, sodass sich Mannheim bald ein sicheres Punktepolster aufgebaut hatte, an das Tübingen auch nicht mehr heran kam.
Auch der vierte Satz war geprägt von hart umkämpften Ballwechseln und starken Aufschlägen von beiden Seiten. In der Mitte des Satzes häuften sich jedoch auf Tübinger Seite Abstimmungsfehler und Unklarheiten in Block und Abwehr, sodass Mannheim wiederum davon ziehen konnte. Nun mobilisierte Tübingen jedoch nochmal alle Kräfte: Die spätere wertvollste Spielerin Stephanie Petzold kam beim gegnerischen Matchball und Stand von 20:24 zum Aufschlag, servierte drei direkte Aufschlagspunkte in Folge und setzte die gegnerische Annahme so unter Druck, dass Tübingen jede Chance im Angriff ausnutzen konnte und sich mit 26:24 noch den fünften Satz erkämpfen konnte.
Trotz des Siegeswillen der Tübingerinnen lief der Tiebreak jedoch nicht optimal: Dank starker Angriffe konnte sich Mannheim schon zu Beginn früh absetzen und gab diese Führung trotz der starken Blockaktionen und kämpferischen Abwehr der Tübingerinnen nicht mehr her.

Trainer Manuel Hubert resümierte nach dem Spiel: „Es ist schon ärgerlich, dass wir nur einen Punkt aus Mannheim mitnehmen konnten. Jedoch hatten wir über die letzten Wochen einige Coronafälle, die natürlich auch unser Training und unsere Abstimmung im Team sehr beeinflusst haben. Mannheim hat einen sehr guten Tag erwischt, und wir konnten in den wichtigen Momenten nicht die Oberhand behalten. Jetzt heißt es, sich im Training der kommenden Woche auf wackeligen Bereiche zu fokussieren, um dann am Samstag gegen Schwäbisch Gmünd locker aufspielen zu können.“

Für Tübingen spielten: Petzold, Sonnen, Forschner, Hillebrand, Finkbeiner, Röhnelt, Koloseus, Kube, Hieber.