Am vergangenen Samstag stand für die Spielerinnen des Tübinger Modells das Spitzenspiel bei Tabellenführer TV Villingen an. Die Villingerinnen hatten bis dato noch keinen Satz in der laufenden Saison abgegeben und so war die Motivation besonders hoch, sich den Sieg zu erspielen.

Die Gastgeberinnen erwischten zunächst den besseren Start und zeigten von Anfang an ihre Klasse, sodass das Tübinger Modell erst einmal einem Rückstand hinterherlaufen musste. Zur Mitte des Satzes fingen sich die Tübingerinnen jedoch und erarbeiteten sich einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum Ende des ersten Satzes diszipliniert halten und somit den Satz 25: 19 für sich entscheiden konnten.

Der Start in den nächsten Durchgang glich dem Start des ersten Satzes. Die Tübingerinnen agierten zu hektisch, um sich von den Gastgeberinnen abzusetzen. Diese spielten ihre Heimstärke voll aus und konnten einen Vorsprung von mehreren Punkten über den gesamten Satz halten, sodass der Satz mit 25:18 an Villingen ging.

Im dritten Satz entwickelte sich von Anfang an ein Kopf-an-Kopf Rennen. Die Abwehr der Tübingerinnen um Libera Jule Vetter kämpfte um jeden Ball, doch auch die Gastgeberinnen ließen nicht nach. In der Mitte des Satzes konnte sich das Tübinger Modell durch starke Angriffe von Rebekka Hieber und Julia Forschner einen kleinen Vorsprung erarbeiten, doch der TV Villingen kämpfte sich seinerseits zurück ins Spiel und erzielte den Ausgleich. Hiervon unbeeindruckt behielten die Gäste die Nerven und entschieden Satz 3 mit 25:22 für sich.

Der vierte Satz stellte ein Spiegelbild des zweiten Satzes dar: Die Tübingerinnen agierten zu unkonzentriert und liefen von Anfang an einem Rückstand hinterher, sodass der Satz mit 25:16 an Villingen abgegeben werden musste.

Der Tiebreak sollte nun die Entscheidung bringen. Zunächst begann der Satz ausgeglichen, doch schnell konnten sich die Gastgeberinnen wieder einen kleinen Vorsprung erarbeiten, sodass das Tübinger Modell mit 9:14 mit dem Rücken zur Wand stand. Aufgeben war trotzdem keine Option für die Tübingerinnen und eine Aufschlagsserie von Zuspielerin Stephanie Petzold konnte den Abstand noch etwas schmelzen, bevor sich Tübingen dennoch mit 12:15 geschlagen geben musste.

Trotz der Niederlage zeigten die Tübingerinnen eine geschlossene und kämpferische Leistung beim Tabellenführer und konnte dem TV Villingen als erste Mannschaft einen Punkt abnehmen. MVP wurde auf Tübinger Seite dank ihrer starken Abwehr- und Angriffsleistung Emma Lischke.

Für das Tübinger Modell spielten: Marie Koloseus, Emma Lischke, Sigrid Otto, Rebekka Hieber, Laura Hillebrand, Julia Forschner, Stephanie Petzold, Jule Vetter.