Mit 3:1 (25:20, 25:20, 24:26, 25:13) siegt das Tübinger Modell im zweiten Spiel
der Saison und bleibt somit ungeschlagen. Mit einem lautstarken Tübinger Publikum im
Rücken starteten die Tübingerinnen noch etwas verhalten in den ersten Satz. Doch die
Nervosität konnte ab Mitte des ersten Satzes abgelegt werden und die Spielerinnen fanden
ihren Rhythmus im Spielaufbau. Besonders die Abstimmung von Zuspielerin Stephanie
Petzold und Diagonalangreiferin Sigrid Otto funktionierte hervorragend und war über weite
Phasen des Spiels ein Punktegarant. Der erste Satz ging mit einer durchschnittlich guten
Leistung mit 25:20 an die Tübingerinnen. Auch im zweiten Satz ließen sich die Spielerinnen
durch die starken Abwehraktionen der Burladingerinnen nicht beirren. Geduld und
Durchschlagskraft waren gefragt und somit bekam das Publikum einige spannende und
umkämpfte Ballwechsel zu sehen. Auch im zweiten Satz war die Annahmeachse rund um
Libera Lara Lesch stabil und Marie Koloseus überzeugte mit variablen Angriffsschlägen und
mitreißender Stimmung. Die gute Teamleistung führte zum Gewinn des zweiten Satzes mit
25:20. Die Tübingerinnen starteten mit viel Motivation und Selbstbewusstsein in den dritten
Satz, der bis zum letzten Drittel sehr gut verlief. Ein Wechsel auf der Liberaposition tat der
Leistung keinen Abbruch, auch Nora Siegel präsentierte sich gut in Annahme und Abwehr.
Am Ende des Satzes reihte sich Fehler an Fehler und der gut erarbeitete Vorsprung
verringerte sich. Unkonzentrierte und hektische Aktionen führten dazu, dass Burladingen
sechs Punkte am Stück machen konnte und den Satz mit 26:24 für sich entschied. Etwas
erstaunt über den schnellen Wandel im dritten Satz fanden die Spielerinnen des TüMo
zusammen und nahmen sich vor, ruhiger und konsequenter zu spielen, um in diesem Spiel die
erwarteten drei Punkte für das Team zu holen. Auch Trainer Gordon Eske blieb ruhig und
stellte die Spielerinnen optimal auf den vierten Satz ein. Dieser startete mit einer
Aufschlagsserie von Zuspielerin Stephanie Petzold und war von Aggressivität und Spaß auf
Seiten der Tübingerinnen geprägt. Ohne den Vorsprung zu gefährden ging der Satz mit 25:13
an das TüMo. Für Neuzugang und Beachvolleyballspielerin Leonie Welsch war es das erste
Spiel in der Halle seit 5 Jahren. „Es macht mir großen Spaß, wieder in der Halle zu spielen
und stellt mich vor neue Herausforderungen. Das Team ist großartig und hat mich mit offenen
Armen aufgenommen“, so Welsch. Mit dem Sieg gegen Burladingen positioniert sich
Tübingen auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Mannheim. Am 12.10.2019 ist das Tübinger
Modell beim USC Konstanz zu Gast.
Tübinger Modell: Petzold, Frese, Finkbeiner, Hieber, Koloseus, Otto, Leverenz, Siegel,
Lesch, Welsch.